Psychosen und Eigensinn
Dialogisches Seminar
Mo, 01.11.2027 09:30 Uhr
—
Mo, 01.11.2027 17:00 Uhr

In Psychosen gehen die Sinne eigene Wege. Die Symptome haben einen eigenen Sinn. Eine Psychose ist auch zu verstehen als ein Ringen um Eigenheit und Sinn, als eine extreme Form des Eigensinns, in dem die Unverständlichkeit Schutz bietet vor dem - vermeintlichen - Zugriff der anderen, als letzter Hort von Eigenheit.
Das Seminar regt an, die pathologische Sicht auf Psychosen um anthropologische Aspekte zu erweitern und informiert über die Ergebnisse des Hamburger SuSi-Projekts zum Subjektiven Sinn von Psychosen. Geschichten eigensinniger Patient*innen sollen helfen, unser allzu enges Verständnis von »Krankheitseinsicht« und »Compliance« zu hinterfragen und den Spielraum für Psychosentherapie zu erweitern, auch im Hinblick auf die Angehörigen und deren Raum für Eigensinn.
Am Ende geht es um eine kritische Reflexion unserer Versorgungsstrukturen und unserer Beziehungskultur, um die Vorteile der Kooperation mit Peer- und Genesungs-Begleiter*innen sowie um Raum für unseren eigenen Eigensinn. Wir integrieren verschiedene Perspektiven in einer Mischung aus theoretischem Input, Geschichten und Diskussion.
Für wen eignet sich dieser Kurs?
- Fachkräfte aus Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Sozialer Arbeit, die ihr Verständnis von Psychosen erweitern möchten
- Sozialarbeiter*innen und pädagogische Fachkräfte mit Interesse an anthropologischen Perspektiven auf Psychosen
- Mitarbeitende, die mit Peer- und Genesungsbegleiter*innen kooperieren oder dies vertiefen möchten
- Fachkräfte, die Angehörige in ihre Arbeit einbeziehen und deren Perspektive berücksichtigen möchten
- alle, die sich für den subjektiven Sinn von Psychosen und alternative Sichtweisen interessieren
Was lernen Teilnehmende im Kurs?
- anthropologische Erweiterung der pathologischen Sicht auf Psychosen
- Ergebnisse des Hamburger SuSi-Projekts zum Subjektiven Sinn von Psychosen
- Hinterfragen eines engen Verständnisses von »Krankheitseinsicht« und »Compliance«
- Erweiterung des Spielraums für Psychosentherapie, auch mit Blick auf Angehörige
- kritische Reflexion von Versorgungsstrukturen und Beziehungskultur
- Vorteile der Kooperation mit Peer- und Genesungsbegleiter*innen
Kursleitung
Prof. Dr. Thomas Bock
Diplom-Psychologe, Professor für klinische und Sozial-Psychiatrie und Leiter der Sozialpsychiatrischen Ambulanz Universitätskrankenhaus Eppendorf, Hamburg. Mitinitiator der Psychoseseminare
Gwen Schulz
Co-Dozentin
Weitere Angebote im ...
Veranstaltung weiterempfehlen
S-201-1101-8113
Dauer
8 Unterrichtseinheiten
Kosten
Regulär 284,– €, Mitglieder 234,– €
Ort
Den Durchführungsort veröffentlichen wir ca. 2 Wochen vor der Veranstaltung.
Psychosen und Eigensinn
Dialogisches Seminar
In Psychosen gehen die Sinne eigene Wege. Die Symptome haben einen eigenen Sinn. Eine Psychose ist auch zu verstehen als ein Ringen um Eigenheit und Sinn, als eine extreme Form des Eigensinns, in dem die Unverständlichkeit Schutz bietet vor dem - vermeintlichen - Zugriff der anderen, als letzter Hort von Eigenheit.
Das Seminar regt an, die pathologische Sicht auf Psychosen um anthropologische Aspekte zu erweitern und informiert über die Ergebnisse des Hamburger SuSi-Projekts zum Subjektiven Sinn von Psychosen. Geschichten eigensinniger Patient*innen sollen helfen, unser allzu enges Verständnis von »Krankheitseinsicht« und »Compliance« zu hinterfragen und den Spielraum für Psychosentherapie zu erweitern, auch im Hinblick auf die Angehörigen und deren Raum für Eigensinn.
Am Ende geht es um eine kritische Reflexion unserer Versorgungsstrukturen und unserer Beziehungskultur, um die Vorteile der Kooperation mit Peer- und Genesungs-Begleiter*innen sowie um Raum für unseren eigenen Eigensinn. Wir integrieren verschiedene Perspektiven in einer Mischung aus theoretischem Input, Geschichten und Diskussion.
Für wen eignet sich dieser Kurs?
- Fachkräfte aus Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Sozialer Arbeit, die ihr Verständnis von Psychosen erweitern möchten
- Sozialarbeiter*innen und pädagogische Fachkräfte mit Interesse an anthropologischen Perspektiven auf Psychosen
- Mitarbeitende, die mit Peer- und Genesungsbegleiter*innen kooperieren oder dies vertiefen möchten
- Fachkräfte, die Angehörige in ihre Arbeit einbeziehen und deren Perspektive berücksichtigen möchten
- alle, die sich für den subjektiven Sinn von Psychosen und alternative Sichtweisen interessieren
Was lernen Teilnehmende im Kurs?
- anthropologische Erweiterung der pathologischen Sicht auf Psychosen
- Ergebnisse des Hamburger SuSi-Projekts zum Subjektiven Sinn von Psychosen
- Hinterfragen eines engen Verständnisses von »Krankheitseinsicht« und »Compliance«
- Erweiterung des Spielraums für Psychosentherapie, auch mit Blick auf Angehörige
- kritische Reflexion von Versorgungsstrukturen und Beziehungskultur
- Vorteile der Kooperation mit Peer- und Genesungsbegleiter*innen
Kursleitung
Prof. Dr. Thomas Bock
Diplom-Psychologe, Professor für klinische und Sozial-Psychiatrie und Leiter der Sozialpsychiatrischen Ambulanz Universitätskrankenhaus Eppendorf, Hamburg. Mitinitiator der Psychoseseminare
Gwen Schulz
Co-Dozentin
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S-201-1101-8113
Mo, 01.11.2027 09:30 Uhr
—
Mo, 01.11.2027 17:00 Uhr
Dauer
8 Unterrichtseinheiten
Kosten
Regulär 284,– €, Mitglieder 234,– €
Ort
Den Durchführungsort veröffentlichen wir ca. 2 Wochen vor der Veranstaltung.

