Was hat das alles mit mir zu tun? Gefühle, Selbstreflexion und Machtverhältnisse in der psychiatrischen Arbeit
Seminar
Do, 23.09.2027 09:30 Uhr
—
Fr, 24.09.2027 17:00 Uhr


Tagtäglich sind wir damit beschäftigt, wie wir unseren Klient*innen gegenüber hilfreich sein können. Dabei richten wir den Fokus gerne darauf, über deren Verhalten und vermeintliches Erleben zu sprechen.
In diesem Seminar beschäftigen wir uns jedoch schwerpunktmäßig mit unseren eigenen Fähigkeiten zur Beziehungsgestaltung. Diesen Gestaltungsraum zwischen den Menschen, die Hilfe in Anspruch nehmen und uns Helfenden wollen wir ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit stellen und den »Blick hinter unsere eigenen Kulissen« wagen.
Obwohl Selbstreflexion und der Umgang mit Gefühlen in aller Munde sind, arbeiten wir immer noch in einem Hilfesystem, das die Gefühlsregulation stärker in den Vordergrund rückt als den Versuch, Gefühle besser wahrzunehmen, zu verstehen, und auszudrücken. Insbesondere bei Menschen mit Psychoseerfahrung oder Borderlinemustern kommen wir aber mit unseren eigenen Gefühlen regelmäßig an unsere Grenzen. Hinzu kommen gegebene institutionelle Machtverhältnisse, die die Arbeit mit unserer Klientel entscheidend prägen, die in ihrer unterschiedlichen Ausprägung und Wirkmacht jedoch selten thematisiert werden.
Dieses Seminar lenkt unsere Aufmerksamkeit vom Wohlergehen unserer Klient*innen auf unser eigenes Befinden. Es regt eine Auseinandersetzung damit an, was all die genannten Aspekte speziell mit uns zu tun haben.
In Vortrag, Diskussionen, selbstreflexiven Kleingruppenübungen und Rollenspielen vertiefen wir folgende Inhalte:
- Beziehungsgestaltung: Was bedeutet es, ein »wahrhaftiges« Gegenüber zu sein?
- Professionelle Nähe und Distanz – was verstehen wir darunter?
- Bei ungleichen Machtverhältnissen »Arbeit auf Augenhöhe«: (wie) kann das funktionieren?
- Welche Bedeutung hat ein guter Umgang mit den eigenen Gefühlen (wie z. B.: Ohnmacht, Angst oder Ärger)? Wie kann dieser in der praktischen Arbeit aussehen?
- Was lösen speziell Menschen mit Psychoseerfahrung und Boderlinemustern bei uns aus?
Für wen eignet sich dieser Kurs?
- Fachkräfte in der psychiatrischen und psychosozialen Arbeit, die ihre eigene Beziehungsgestaltung reflektieren möchten
- Sozialarbeiter*innen und pädagogische Fachkräfte mit regelmäßigem Klient*innenkontakt
- Mitarbeitende, die insbesondere mit Menschen mit Psychoseerfahrung oder Borderlinemustern arbeiten
- Fachkräfte, die institutionelle Machtverhältnisse in ihrer Arbeit reflektieren möchten
- Mitarbeitende mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten, die Selbstreflexion vertiefen wollen
- alle, die sich mit dem eigenen Umgang mit Gefühlen und mit Nähe und Distanz auseinandersetzen möchten
Was lernen Teilnehmende im Kurs?
- die eigenen Fähigkeiten zur Beziehungsgestaltung reflektieren
- Bedeutung von Selbstreflexion und Gefühlswahrnehmung im Hilfesystem
- Umgang mit eigenen Gefühlen wie Ohnmacht, Angst oder Ärger in der praktischen Arbeit
- professionelle Nähe und Distanz verstehen und gestalten
- Reflexion institutioneller Machtverhältnisse und deren Wirkung auf die Klient*innenarbeit
- Auseinandersetzung mit »Arbeit auf Augenhöhe« bei ungleichen Machtverhältnissen
- was die Arbeit mit Menschen mit Psychoseerfahrung und Borderlinemustern bei einem selbst auslöst
Kursleitung
Caroline von Taysen
Dipl. Psychologin, Netzwerk Stimmenhören e. V.
Christine Hanebeck
Diplompsychologin, systemische Supervisorin (DGSv), langjährig tätig in der teilstationären und ambulanten Krisenarbeit und einer Rund-um-die-Uhr betreuen Wohneinrichtung für erwachsene Menschen mit psychischen Erkrankungen.
Weitere Angebote im ...
Veranstaltung weiterempfehlen
S-201-0923-8125
Dauer
16 Unterrichtseinheiten
Kosten
Regulär 556,– €, Mitglieder 460,– €
Ort
Den Durchführungsort veröffentlichen wir ca. 2 Wochen vor der Veranstaltung.
Was hat das alles mit mir zu tun? Gefühle, Selbstreflexion und Machtverhältnisse in der psychiatrischen Arbeit
Seminar
Tagtäglich sind wir damit beschäftigt, wie wir unseren Klient*innen gegenüber hilfreich sein können. Dabei richten wir den Fokus gerne darauf, über deren Verhalten und vermeintliches Erleben zu sprechen.
In diesem Seminar beschäftigen wir uns jedoch schwerpunktmäßig mit unseren eigenen Fähigkeiten zur Beziehungsgestaltung. Diesen Gestaltungsraum zwischen den Menschen, die Hilfe in Anspruch nehmen und uns Helfenden wollen wir ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit stellen und den »Blick hinter unsere eigenen Kulissen« wagen.
Obwohl Selbstreflexion und der Umgang mit Gefühlen in aller Munde sind, arbeiten wir immer noch in einem Hilfesystem, das die Gefühlsregulation stärker in den Vordergrund rückt als den Versuch, Gefühle besser wahrzunehmen, zu verstehen, und auszudrücken. Insbesondere bei Menschen mit Psychoseerfahrung oder Borderlinemustern kommen wir aber mit unseren eigenen Gefühlen regelmäßig an unsere Grenzen. Hinzu kommen gegebene institutionelle Machtverhältnisse, die die Arbeit mit unserer Klientel entscheidend prägen, die in ihrer unterschiedlichen Ausprägung und Wirkmacht jedoch selten thematisiert werden.
Dieses Seminar lenkt unsere Aufmerksamkeit vom Wohlergehen unserer Klient*innen auf unser eigenes Befinden. Es regt eine Auseinandersetzung damit an, was all die genannten Aspekte speziell mit uns zu tun haben.
In Vortrag, Diskussionen, selbstreflexiven Kleingruppenübungen und Rollenspielen vertiefen wir folgende Inhalte:
- Beziehungsgestaltung: Was bedeutet es, ein »wahrhaftiges« Gegenüber zu sein?
- Professionelle Nähe und Distanz – was verstehen wir darunter?
- Bei ungleichen Machtverhältnissen »Arbeit auf Augenhöhe«: (wie) kann das funktionieren?
- Welche Bedeutung hat ein guter Umgang mit den eigenen Gefühlen (wie z. B.: Ohnmacht, Angst oder Ärger)? Wie kann dieser in der praktischen Arbeit aussehen?
- Was lösen speziell Menschen mit Psychoseerfahrung und Boderlinemustern bei uns aus?
Für wen eignet sich dieser Kurs?
- Fachkräfte in der psychiatrischen und psychosozialen Arbeit, die ihre eigene Beziehungsgestaltung reflektieren möchten
- Sozialarbeiter*innen und pädagogische Fachkräfte mit regelmäßigem Klient*innenkontakt
- Mitarbeitende, die insbesondere mit Menschen mit Psychoseerfahrung oder Borderlinemustern arbeiten
- Fachkräfte, die institutionelle Machtverhältnisse in ihrer Arbeit reflektieren möchten
- Mitarbeitende mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten, die Selbstreflexion vertiefen wollen
- alle, die sich mit dem eigenen Umgang mit Gefühlen und mit Nähe und Distanz auseinandersetzen möchten
Was lernen Teilnehmende im Kurs?
- die eigenen Fähigkeiten zur Beziehungsgestaltung reflektieren
- Bedeutung von Selbstreflexion und Gefühlswahrnehmung im Hilfesystem
- Umgang mit eigenen Gefühlen wie Ohnmacht, Angst oder Ärger in der praktischen Arbeit
- professionelle Nähe und Distanz verstehen und gestalten
- Reflexion institutioneller Machtverhältnisse und deren Wirkung auf die Klient*innenarbeit
- Auseinandersetzung mit »Arbeit auf Augenhöhe« bei ungleichen Machtverhältnissen
- was die Arbeit mit Menschen mit Psychoseerfahrung und Borderlinemustern bei einem selbst auslöst
Kursleitung
Caroline von Taysen
Dipl. Psychologin, Netzwerk Stimmenhören e. V.
Christine Hanebeck
Diplompsychologin, systemische Supervisorin (DGSv), langjährig tätig in der teilstationären und ambulanten Krisenarbeit und einer Rund-um-die-Uhr betreuen Wohneinrichtung für erwachsene Menschen mit psychischen Erkrankungen.
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S-201-0923-8125
Do, 23.09.2027 09:30 Uhr
—
Fr, 24.09.2027 17:00 Uhr
Dauer
16 Unterrichtseinheiten
Kosten
Regulär 556,– €, Mitglieder 460,– €
Ort
Den Durchführungsort veröffentlichen wir ca. 2 Wochen vor der Veranstaltung.

